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Acidose

Acidose: Die Pansenacidose ist eine der häufigsten Erkrankungen in heutigen Milchviehbeständen.
Die akute Pansenacidose entsteht, wenn nicht ausreichend laktatverwertende Bakterien im Pansen vorhanden sind und es zu einer Anreicherung von Milchsäure kommt. Dadurch kommt es zu einem Abfall des Pansen pH-Wertes. Bakterien, welche nicht an diesen niedrigen pH-Wert angepasst sind (zellulose-, stärke und laktatabbauende Mikroorganismen) sterben ab und setzen Endotoxine frei. Laktatbildende Bakterien hingegen vermehren sich massenhaft, bilden noch mehr Laktat und führen zu einem weiteren Absinken des pH-Wertes. Akute Pansenacidosen können durch eine zu schnelle Umstellung auf eine energiereiche, rohfaserarme Ration, Nahrungsentzug, Fehler in der Kraftfutterzuteilung oder durch Strukturarmut des Grundfutters entstehen.
 
Die Folgen von Pansenacidosen können schwerwiegend sein:
 
  • Der osmotische Drück in den Vormägen steigt an. Dadurch kommt es zu einer verminderten Wasserresorption durch die Vormägen und der Inhalt (Futterbrei) verflüssigt sich => dünnbreiige Kotkonsistenz. Gleichzeitig entsteht ein Wassermangel im Gewebe und im Blut, es kommt zur Bluteindickung mit einhergehender Herz-Kreislauf-Belastung.
  • Durch die freigesetzten Endotoxine kann eine Schockreaktion ausgelöst werden.
  • Entzündung der Pansenschleimhaut durch erhöhte Säurekonzentration.
  •  Der Organismus wird vermehrt durch Laktat belastet, die Leber kann die anflutenden Mengen nicht verstoffwechseln und es kommt zu einer metabiolischen Acidose.
  • Schädigung der Gefäße der Klauenlederhaut, dadurch entsteht eine akute Entzündung (Laminitis).
  • Zudem hat jede Acidose negative Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft, Fruchtbarkeit und Gesundheit und ist mitverantwortlich für zahlreiche Störungen der Tiergesundheit (Labmagenverlagerung, Klauenerkrankungen, erhöhte Mastitisanfälligkeit, Fruchtbarkeitsstörungen durch vermehrt auftretende Endometritis, schwache und stille Brunsten).

Zur Vorbeuge von Acidosen ist in der Rationsgestaltung stets auf die Wiederkäuergerechtheit oberster Augenmerk zu legen. Zudem muss auf eine maximale Futteraufnahme hingearbeitet werden, die durch den Einsatz qualitativ hochwertiger Futtermittel und bestem Kuhkomfort gefördert wird.


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